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Ausstiegsarbeit nötiger denn je

25.06.2019 CJD Nord « zur Übersicht

In der kürzlich veröffentlichten Pressemitteilung der Bundesarbeitsgemeinschaft "Ausstieg zum Einstieg" e.V. als Dachverband der zivilgesellschaftlichen Ausstiegsarbeit im Phänomenbereich Rechtsextremismus werden die Gewalttätigkeit und der Vernetzungsgrad der extrem rechten Szene am Beispiel des Mordes am Kasseler Regierungspräsidenten aufgezeigt.

Die Notwendigkeit begleitender und reflektierender Ausstiegs- und Distanzierungsarbeit lässt sich an diesem Fall besonders drastisch illustrieren: Jemand, der über Jahre nicht mehr durch politisch motivierte Straftaten im Bereich des Rechtsextremismus auffällig wurde, ist deshalb nicht automatisch ausgestiegen oder gar ungefährlich.

JUMP als Mitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft unterstreicht diesen Punkt nachdrücklich. Soll Ausstiegsarbeit gelingen, muss ihre individuelle und ihre gesellschaftliche Dimension beachtet werden. Sie zielt auf kritische Auseinandersetzung des Individuums mit menschenverachtender Ideologie, nachhaltigen Gewaltverzicht sowie eine Lebensweise, die sich mit Pluralismus und demokratischen Grundhaltungen vereinbaren lässt.